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Bin ich spielsüchtig?

 

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Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDiagnostische Kriterien für Pathologisches Spielen nach ICD-10:

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDiagnostische Kriterien für Pathologisches Spielen nach DSM-IV:


Diagnostische Kriterien
Pathologisches Glücksspiel wurde 1980 in das internationale Diagnosesysteme ICD 10 in die Kategorie „Störungen der Impulskontrolle“ eingeordnet. Damit wird ein starker Drang oder Impuls in den Vordergrund gerückt, die Spielhandlung auszuführen, ohne Beginn, Ende, Umstände und Spielverluste in ausreichendem Maße oder überhaupt kontrollieren zu können.

Im DSM IV, einem weiteren Klassifikationssystem, wird „Pathologisches Spielen“ als eigenständige Kategorie geführt.

Darüber hinaus besteht eine klare Nähe zum Suchtkonzept. Entsprechend finden sich in der Literatur deutliche Plädoyers für die Einordnung des pathologischen Glücksspiels als Suchterkrankung:

Im Anfangsstadium werden oft größere Geldbeträge gewonnen. Das Spiel wird mit positiven Gefühlen gekoppelt, der Spieler spielt zum Spaß. Dieses Verhalten wird riskant, wenn der Spieler ständig viel Geld ausgibt (vielleicht sogar mehr, als er möchte).

Im Missbrauchsstadium wird vorwiegend geliehenes Geld eingesetzt. Aus dem Spaß wird Missbrauch. Aufgenommene Darlehen werden verheimlicht, eine schleichende Distanzierung gegenüber Familie und Freundeskreis ist beobachtbar. Der Akteur ist jedoch davon überzeugt, alles unter Kontrolle zu haben.
"Sobald ich keine Schulden mehr habe, höre ich mit Spielen auf" ist eine typische Aussage vieler Spieler.

Im Abhängigkeitsstadium wird das Spiel zur Ganztagsbeschäftigung. Das Spielen ist zum zentralen Lebensinhalt geworden und der Spieler vernachlässigt in hohem Maße soziale  Kontakte, Arbeit und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Diese Phase wird als Spielsucht / Pathologisches Glücksspiel diagnostiziert.


Diagnostische Kriterien für Pathologisches Spielen nach ICD-10:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) formuliert im ICD-10 folgende Kriterien für das Vorliegen von pathologischem Glücksspiel:

Störungen der Impulskontrolle
In dieser Kategorie sind verschiedene nicht an anderer Stelle klassifizierbare Verhaltensstörungen zusammengefasst. Sie sind durch wiederholte Handlungen ohne vernünftige Motivation gekennzeichnet, die nicht kontrolliert werden können und die meist die Interessen des betroffenen Patienten oder anderer Menschen schädigen. Der betroffene Patient berichtet von impulshaftem Verhalten.

Pathologisches Spielen
Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.



Diagnostische Kriterien für Pathologisches Spielen nach DSM-IV:
Die derzeit gültige Version des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, DSM IV” definiert pathologisches Glücksspiel als "Andauerndes und wiederkehrendes fehlangepasstes Spielverhalten, was sich in mindestens fünf der folgenden Merkmale ausdrückt":

Pathologisches Spielen ("Spielsucht")


1-4 zutreffende Kriterien: Problematisches Spielverhalten
5 und mehr zutreffende Kriterien: Glücksspielsucht


Das pathologisches Spielen ist abzugrenzen von gewohnheitsmäßigem Spielen und Wetten: Häufiges Spielen wegen der aufregenden Spannung oder um damit Geld zu verdienen; bei schweren Verlusten oder anderen negativen Auswirkungen schränken diese Personen ihre Gewohnheit zumeist ein.