Bin ich spielsüchtig? / SELBST-TEST

Pathologische Glücksspielsucht bedeutet, dass wiederholt und dauerhaft gespielt wird, obwohl sich negative finanzielle, soziale oder psychische Konsequenzen abzeichnen oder bereits vorliegen. Wesentlich sind eine starke gedankliche Beschäftigung mit dem Spielen und eine verminderte Kontrolle über Beginn, Ende und Ausmaß der Spielhandlungen.

In Abgrenzung hierzu können Personen mit gewohnheitsmäßigem Spielen und Wetten ihr Verhalten einschränken, wenn sich negative Auswirkungen oder große Verluste einstellen.

Allerdings ist diese Grenze fließend und viele Spieler bemerken den Übergang zur Sucht zuerst gar nicht. Es ist ein typisches Element der Erkrankung, dass das eigentliche Problemverhalten häufig nicht wahrgenommen, sondern bagatellisiert und verleugnet wird.

Spielfrequenz und Einsatz müssen sich steigern, um noch das gleiche Glücksgefühl und den Nervenkitzel zu bekommen. Im Laufe der Zeit verliert der Spieler die Kontrolle.

Mit dem nachfolgenden Selbsttest können Sie überprüfen, ob Sie eventuell ein problematisches Spielverhalten entwickelt haben. Seien Sie ehrlich zu sich selbst.

Selbsttest

Selbsttest

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Haben Sie schon einmal solange gespielt, bis Sie kein Geld mehr hatten?
Haben Sie sich schon einmal Geld bei Freunden geliehen, um Spielen zu können?
Haben Sie wegen Ihres Spielens schon einmal Kredite aufgenommen?
Überschreiten Sie häufig finanzielle / zeitliche Grenzen, die Sie sich selbst gesetzt haben? (Beispiele: Nur am Wochenende. / Nicht länger als 4 Stunden. / Nur bis zu einem bestimmten Betrag. / Nur wenn ich sonst nichts zu tun habe.)
Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich auf illegalem Weg Geld zum Spielen zu beschaffen?
Kreisen Ihre Gedanken oft um das Spielen?
Haben Sie schon einmal Geld entwendet, um Spielen zu können?
Können Sie sich nur schlecht auf andere Dinge als das Spielen konzentrieren (Beispiele: in der Schule / am Arbeitsplatz)?
Sind Sie unruhig und aggressiv, wenn Sie keine Möglichkeit zum Spielen haben?
Erscheint Ihnen der Alltag im Vergleich zum Spielen eher langweilig?
Merken Sie, dass Ihr Interesse an der Umgebung (Familie, Hobbies, Freundeskreis) nachlässt?
Spielen Sie gezielt, um Verluste wieder auszugleichen?
Dürfen Ihre Angehörigen oder Freunde nicht wissen, wie oft Sie spielen oder wie hoch Ihre Spielverluste sind?
Haben Sie nach dem Spielen oft ein schlechtes Gewissen?
Haben Sie schon weiter gespielt, obwohl Sie spürten, dass Sie sich selbst und andere schädigen?
Haben Sie schon gespielt, um Ihre Stimmung positiv zu verändern, um Sorgen, Ärger und Frustration zu vergessen, um Konflikten auszuweichen?
Sind durch Ihr Spielverhalten schon einmal familiäre Probleme oder Streitigkeiten entstanden?
Haben Sie wegen des Spielens schon einmal Ihre Arbeit versäumt?
Hatten Sie wegen Ihres Spielverhaltens schon Selbstmordgedanken, oder unternahmen Sie bereits Selbstmordversuche?

Falls Sie mehr als 3 Fragen bei ehrlicher Selbstbefragung mit "Ja" beantwortet haben, ist es möglich, dass Ihr Spielverhalten problematisch ist. Wir empfehlen Ihnen dann, sich bei uns Hilfe und Beratung zu holen.